#8 Vo gheie und flüüge III

Es geht in grossen Schritten dem Jahresende entgegen. Somit auch mein erstes Jahr „Back to Life“. Auf den ersten Blick ist alles beim Alten - gleiche Diagnose, gleiche Beschwerden, gleicher Rollstuhl. Und doch hat sich so vieles verändert und ich stehe an einem ganz anderen Punkt als heute vor einem Jahr - ein kleiner Rückblick.

Ich war fast mein ganzes früheres Leben ein Getriebener. Immer schön gegen den Strom schwimmen, den eigenen Weg gehen, egal was die Anderen denken. Um „Himmelsgottswillen“ ja nie normal sein, ja nicht angepasst und „bünzlig“ werden. Deshalb entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass mein grösster Erfolg im letzten Jahr das Erreichen einer Normalität war. Aus dem Ausnahmezustand nach meinem Zusammenbruch in 2018 wieder ein normales, selbstständiges Leben machen. Mit der Familie in den Urlaub fahren, Konzerte besuchen, Fussballspiele im Stadion schauen, im Job wieder Fuss fassen, Freunde einladen, Gastgeber sein und einfach ohne fremde Hilfe den Alltag bewältigen können. Ich hätte nie gedacht, dass mich Normalität so dankbar und glücklich machen kann.

Dazu gehört natürlich auch, dass ich mich gesundheitlich stabilisieren konnte. Ich habe nun seit bald zwei Jahren keine neuen Schübe und Verschlechterungen. Das ist bei meiner Diagnose schon ein Riesenerfolg und zeigt mir dass ich mit all meinen Massnahmen und Entscheidungen auf dem richtigen Weg bin. Ich kann auf ein wunderbares „Recovery Team“ zählen, dass an mich glaubt und mir dabei hilft, so gesund wie nur irgend möglich zu werden. Ich habe viel an mir gearbeitet und vieles in meinem Leben verändert. Frieden geschlossen und Gleichgewicht gefunden. Darauf bin ich stolz und macht mich zuversichtlich für das was kommt.

Dann gab es natürlich auch diverse Highlights wo sich richtig was bewegt hat. Allen voran der Release von „Vo gheie und flüüge“ (https://lnk.site/vo-gheie-und-fluuge), der zusammen mit der dazugehörigen Spendenaktion ein richtig schöner Erfolg wurde. Zum einen wurde es mein erfolgreichster Song überhaupt und zum anderen haben wir über 13'000 CHF gesammelt für die Paraplegiker Vereinigung und die MS Forschung. (http://www.freezemusig.ch/302-blog-3)
Es sind tolle Aktionen entstanden wie der Spendenlauf von Robert Hammig oder der Urban Love Charits Jam von Anita Oehri. Diese ganze Aktion war sehr wichtig für die geistige Gesundheit. Zu spüren, dass man auch im neuen Zustand richtig etwas bewegen kann, wenn man bereit ist die richtigen Schritte zu tun.

Der zweite Song Insle mit Henrik Belden, als Bestätigung des Weges (https://lnk.site/insle) - Das intensive Interview mit Robin (https://www.youtube.com/watch?v=NYmKjWfZbGc&t=2268s), wo ich vielen Leuten Einblick in mein aktuelles Leben geben konnte und überhaupt die diversen Medienberichte die entstanden sind (http://www.freezemusig.ch/medienberichte). Die Story von Steff, der entgegen allen Prognosen seinen Rollstuhl wieder verlasen hat (http://www.freezemusig.ch/306-5-vo-gheie-und-flueuege). Die Festivalbesuche im Sommer. All die Menschen mit denen ich in Kontakt gekommen bin und der wertvolle Austausch der daraus entstanden ist.

All das ist tief in meinem Herzen gespeichert und nehme ich mit ins neue Jahr. Ich möchte mich bei allen bedanken die auf meiner Reise dabei waren und sie etwas besser gemacht haben. Ich hoffe ihr bleibt dabei.
Wenn ihr euch einen Vorsatz für das neue Jahr nehmen wollt, empfehle ich euch „Freude an der Normalität haben“. Sie ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit und wenn man es schafft daraus Dankbarkeit zu empfinden, steht dem Glück nichts mehr im Wege.

In diesem Sinne einen „normalen“ Rutsch. Wir sehen uns auf der anderen Seite.

One Love,
Freeze

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